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Ablauf einer Kellersanierung

Eine Kellersanierung folgt einer festen Reihenfolge. Wer sie kennt, stellt bessere Fragen, vergleicht Angebote leichter und vermeidet teure Umwege.

Stand 26.09.2026 · Redaktion Heimatprofi · verantwortlich: Serghei Nebesnii

Kurz beantwortet

Eine Kellersanierung läuft in sechs Schritten: beobachten und dokumentieren, Ursache fachlich klären, Angebote auf gleicher Grundlage einholen, Quelle der Feuchte stoppen, Mauerwerk trocknen lassen und mit Sanierputz schließen, danach richtig lüften und nachmessen. Die Arbeiten dauern Tage bis Wochen, die Trocknung oft Monate. Für eine umfassende Sanierung nennt Schwäbisch Hall mindestens 15.000 €.

Was sollte ich vor dem ersten Termin tun?

Dokumentieren Sie die Feuchte über einige Wochen: Fotos mit Datum, Beobachtungen nach Regen, Werte eines einfachen Hygrometers. Notieren Sie Baujahr, frühere Reparaturen und ob Wasser sichtbar eintritt. Das spart beim Termin Zeit.

  • Fotos jeder feuchten Stelle, auch aus größerem Abstand
  • Ungefähre Wandlänge der betroffenen Bereiche in Metern
  • Wann es schlimmer wird: nach Regen, im Sommer, ganzjährig
  • Vorhandene Pläne, alte Rechnungen oder Gutachten
  • Zugänglichkeit von außen: Terrassen, Anbauten, Nachbarhäuser

Wie läuft die Sanierung Schritt für Schritt ab?

  1. Diagnose

    Besichtigung, Feuchtemessung, bei Bedarf Laboranalyse. Ergebnis ist die Ursache und eine Einschätzung der Wassereinwirkung nach DIN 18533.

  2. Angebote

    Zwei bis drei Angebote auf gleicher Grundlage mit Verfahren, Material, Mengen und Trocknungszeiten.

  3. Vorbereitung

    Keller ausräumen, Leitungen sichern, bei Außenarbeiten Zufahrt und Lagerfläche klären.

  4. Quelle stoppen

    Außen- oder Innenabdichtung, Horizontalsperre, Reparatur von Rinnen, Leitungen oder Rückstausicherung.

  5. Trocknung und Putz

    Alter Putz wird entfernt, das Mauerwerk trocknet, danach folgt ein Sanierputzsystem mit diffusionsoffenem Anstrich.

  6. Abnahme und Nachmessung

    Gemeinsame Abnahme, später eine Kontrollmessung. Lüftungsverhalten anpassen.

Wie vergleiche ich Angebote für eine Kellersanierung?

Vergleichbar sind Angebote nur mit gleicher Diagnose und gleichen Mengen. Achten Sie auf Verfahren, Material, laufende Meter und Quadratmeter, Putzarbeiten, Entsorgung, Trocknungszeit, Gewährleistung und Nachmessung. Ein auffällig günstiges Pauschalangebot ohne Mengen ist ein Warnzeichen.

Checkliste für den Angebotsvergleich
PunktWorauf Sie achten
UrsacheSteht im Angebot, welche Feuchteart behandelt wird?
Verfahren und RegelwerkWerden Verfahren, Material und zum Beispiel DIN 18533 genannt?
MengenLaufende Meter und Quadratmeter statt Pauschalen
NebenarbeitenPutz abschlagen, Entsorgung, Wiederherstellung außen, Durchdringungen
ZeitplanAusführungsdauer und realistische Trocknungszeit
ErfolgskontrolleIst eine Nachmessung enthalten?

Eigene Checkliste von Heimatprofi, Stand 09/2026.

Orientierungswerte für die einzelnen Positionen finden Sie auf der Seite Kosten.

Wie lange dauert eine Kellersanierung insgesamt?

Die Diagnose dauert Tage, bei einer Laboranalyse ein bis zwei Wochen. Die Arbeiten selbst nehmen je nach Verfahren wenige Tage bis einige Wochen in Anspruch. Bis das Mauerwerk ausgetrocknet ist, vergehen oft mehrere Monate.

Planen Sie außerdem Wartezeiten bei den Betrieben ein. Außenabdichtungen werden gern in frostfreien Monaten ausgeführt, Innenarbeiten sind ganzjährig möglich.

Welche Fehler sollten Sie bei der Kellersanierung vermeiden?

Die teuersten Fehler sind ein Verfahren ohne Diagnose, zu frühes Verputzen oder Verkleiden feuchter Wände, dichte Farben auf Sanierputz und Lüften zur falschen Tageszeit. Auch elektrophysikalische Geräte ohne belastbaren Wirknachweis kosten oft Geld ohne Wirkung.

  • Symptom statt Ursache behandeln: Ein Sperranstrich innen hält bei aufsteigender Feuchte selten lange.
  • Zu früh schließen: Wer eine noch nasse Wand mit Gipskarton, Tapete oder Dispersionsfarbe schließt, sperrt die Feuchte ein.
  • Falsch lüften: Offene Kellerfenster an warmen Sommertagen bringen Wasser in den Keller.
  • Durchdringungen vergessen: Leitungen, Kellerfenster und die Fuge zwischen Wand und Boden sind häufige Schwachstellen.
  • Rückstau ignorieren: Ohne Rückstausicherung kann bei Starkregen Abwasser in einen frisch sanierten Keller drücken.

Was kann ich nach der Sanierung selbst tun?

  • Im Sommer nur in kühlen Nachtstunden lüften, im Winter regelmäßig kurz stoßlüften.
  • Möbel und Regale mit Abstand zur Wand aufstellen.
  • Sanierputz nicht mit Dispersionsfarbe oder Tapete schließen.
  • Dachrinnen und Fallrohre sauber halten, Wasser vom Haus wegleiten.
  • Rückstausicherung regelmäßig warten lassen.

Wenn Sie einen Betrieb für die Sanierung suchen, stellen Sie eine Anfrage. Wir vermitteln Ihnen bis zu drei passende Betriebe aus Ihrer Region. Wie das abläuft, steht unter So funktioniert es.

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Häufige Fragen

Kann ich im Haus wohnen bleiben?

In aller Regel ja. Bei Innenarbeiten entstehen Staub und Lärm durch Stemm- und Bohrarbeiten, der Wohnbereich bleibt aber nutzbar. Bei Außenarbeiten kann der Zugang zum Haus zeitweise eingeschränkt sein.

Wer haftet, wenn der Keller danach wieder feucht wird?

Für Arbeiten an einem Bauwerk gilt nach § 634a BGB in der Regel eine Verjährungsfrist für Mängelansprüche von fünf Jahren. Voraussetzung ist, dass die Ursache richtig behandelt wurde. Deshalb ist eine dokumentierte Diagnose vor Beginn so wichtig.

Muss ich den Nachbarn informieren?

Bei Außenarbeiten an der Grundstücksgrenze ja, oft ist auch die Zustimmung nötig, wenn das Nachbargrundstück betreten wird. Sprechen Sie frühzeitig mit dem Nachbarn und klären Sie mit dem Betrieb, wie gegraben wird.

Was ist, wenn der Keller unter Denkmalschutz steht?

Dann brauchen Sie für viele Maßnahmen eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung. Das betrifft auch Putze und Eingriffe ins Mauerwerk. Klären Sie das vor der Beauftragung mit der unteren Denkmalschutzbehörde.

Wir finden Ihre Abdichtungsbetriebe

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