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Kellerabdichtung und Bauwerksabdichtung in Cottbus

In Cottbus spielen Grundwasser und die Folgen des Braunkohlentagebaus eine größere Rolle als Radon. Brandenburg hat keine Radonvorsorgegebiete ausgewiesen.

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Kurz beantwortet

In der Lausitz steigt das Grundwasser nach dem Ende der Tagebauentwässerung vielerorts wieder an. In Cottbus soll eine Dichtwand am früheren Tagebau Cottbus-Nord die Auswirkungen begrenzen, im Bereich Merzdorf stieg das Grundwasser um bis zu 2 Meter. Radonvorsorgegebiete gibt es in Brandenburg nicht. Heimatprofi vermittelt Ihnen bis zu drei passende Betriebe aus Cottbus und der Lausitz.

Welche Rolle spielt das Grundwasser für Keller in Cottbus?

Über Jahrzehnte hat die Entwässerung der Tagebaue das Grundwasser in der Lausitz abgesenkt. Mit dem Ende des Abbaus steigt es vielerorts wieder. Der frühere Tagebau Cottbus-Nord wird seit einigen Jahren zum Cottbuser Ostsee geflutet.

Der Braunkohlenplan des Landes Brandenburg beschreibt eine Dichtwand am Tagebau, die unter anderem die nördliche Spreeaue schützen und die Wirkung der bergbaulichen Entwässerung begrenzen soll. Im nordwestlichen Bereich von Merzdorf ist das Grundwasser danach um bis zu 2 Meter gestiegen. Keller, die in Zeiten abgesenkten Grundwassers trocken waren, können dadurch näher an das Grundwasser rücken.

Was bedeutet steigendes Grundwasser für die Abdichtung?

Steht Grundwasser an der Kellerwand oder unter der Bodenplatte an, handelt es sich nach DIN 18533 um drückendes Wasser. Eine einfache Abdichtung gegen Bodenfeuchte reicht dann nicht. Infrage kommen Systeme für drückendes Wasser, bei Neubauten oft eine Weiße Wanne aus wasserundurchlässigem Beton oder eine Schwarze Wanne aus Bitumen.

Bevor Sie investieren, sollte der Grundwasserstand an Ihrem Grundstück bekannt sein. Ein Fachbetrieb oder Sachverständiger kann dazu Messstellendaten der Behörden auswerten. Mehr zur Diagnose im Ratgeber Feuchtigkeitsgutachten.

Ist Radon in Cottbus ein Thema?

Das Brandenburger Umweltministerium sieht auf Grundlage der bisherigen Untersuchungen und der geologischen Situation kein Erfordernis, Radonvorsorgegebiete auszuweisen. Einzelne Häuser können trotzdem erhöhte Werte haben. Wer es genau wissen will, misst mit Geräten einer vom Bundesamt für Strahlenschutz anerkannten Stelle für 30–50 € je Gerät.

Welche Regeln und Informationsquellen gelten in Cottbus?

Cottbus liegt in Brandenburg. Es gilt die Brandenburgische Bauordnung, nicht die sächsische. Für die Abdichtung selbst macht das kaum einen Unterschied, maßgeblich ist bundesweit die DIN 18533. Informationen zu Gewässern und Messstellen bündelt die Auskunftsplattform Wasser des Landes Brandenburg. Wer einen Keller in einer Niederung, etwa in der Spreeaue, sanieren möchte, sollte den Grundwasserstand vorab klären lassen. Bei Radon bleibt die freiwillige Messung, weil Brandenburg keine Vorsorgegebiete festgelegt hat. Für Bestandshäuser ohne Grundwasserproblem sind aufsteigende Feuchte und gealterte Außenabdichtungen die häufigsten Ursachen.

Ein Hinweis für Käufer älterer Häuser in Cottbus: Ein Keller, der beim Kauf trocken wirkt, kann in den Jahren nach dem Grundwasserwiederanstieg anders reagieren. Fragen Sie Voreigentümer nach Veränderungen und lassen Sie im Zweifel vor dem Kauf eine Feuchtemessung machen.

Was kostet es in Cottbus?

Für Cottbus liegt keine eigene Preisstatistik vor. Bundesweite Orientierungswerte sind 590–1.000 € je laufendem Meter für Außenabdichtungen und 80–200 € je m² für Innenabdichtungen. Abdichtungen gegen drückendes Grundwasser sind deutlich aufwendiger. In Brandenburg gilt die Brandenburgische Bauordnung. Mehr unter Kosten.

Cottbus und Umland im Überblick

Einwohner Cottbus
95.140
Umland
Landkreis Spree-Neiße
Einwohner Umland
rund 109.000
Bundesland
Brandenburg

Cottbus (niedersorbisch Chóśebuz) liegt an der Spree in der Niederlausitz im Süden Brandenburgs. Die kreisfreie Stadt ist vollständig vom Landkreis Spree-Neiße umschlossen. Etwa ein Drittel der Gebäude in Cottbus stammt aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Um den Altmarkt stehen Barockhäuser, die Spremberger Vorstadt ist von Gründerzeit- und Jugendstilbauten geprägt. Ab 1975 entstand in Sachsendorf-Madlow mit rund 12.500 Wohnungen in Plattenbauweise die größte Plattenbausiedlung des heutigen Landes Brandenburg, ab 1983 folgte Neu-Schmellwitz. Im Stadtumbau wurden ab 2003 allein in Sachsendorf-Madlow rund 5.000 Wohnungen zurückgebaut.

Wir vermitteln Abdichtungsbetriebe für Cottbus und die umliegenden Orte, unter anderem Spremberg, Forst (Lausitz), Guben, Peitz, Burg (Spreewald), Drebkau und Kolkwitz.

Was Hausbesitzer in Cottbus wissen sollten

  • Radon: Brandenburg hat keine Radonvorsorgegebiete ausgewiesen, weil das Land dafür nach bisherigen Untersuchungen keinen Bedarf sieht.
  • Zweisprachige Stadt: Deutsch und Niedersorbisch (Cottbus/Chóśebuz).
  • Im Nordosten wurde der ehemalige Tagebau Cottbus-Nord von 2019 bis Dezember 2024 zum Cottbuser Ostsee geflutet, mit rund 19 km² der größte künstliche See Deutschlands.

Welche Abdichtungsbetriebe kommen für Cottbus infrage?

Für jede Anfrage wählen wir bis zu drei Abdichtungsbetriebe aus Cottbus und Umgebung aus, die zu Ihrem Vorhaben passen. Alle arbeiten in der Region, und wir kennen sie. Wir sagen Ihnen, wer sich bei Ihnen meldet.

Worauf Sie beim Angebot achten können

Diese Punkte können Sie beim Betrieb direkt erfragen:

  • Eintragung in die Handwerksrolle, bei Arbeiten am Mauerwerk als Maurer- und Betonbauer (zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksordnung) oder als Holz- und Bautenschützer
  • Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung
  • Diagnose vor dem Angebot: Besichtigung und Feuchtemessung, bei Bedarf Empfehlung einer Laboranalyse
  • Schriftliche Angebote mit Verfahren, Material, Mengen und Bezug auf DIN 18533 statt Pauschalen
  • Referenzen aus der Region, idealerweise im Altbau oder Denkmal
  • Keine elektrophysikalischen Wundermittel ohne belastbaren Wirknachweis

Fragen Sie ruhig, gute Betriebe beantworten das gern.

Fragen aus Cottbus

Steigt das Grundwasser in Cottbus wegen des Ostsees?

Mit dem Ende der Tagebauentwässerung und der Flutung des Cottbuser Ostsees verändern sich die Grundwasserverhältnisse. Laut Braunkohlenplan stieg das Grundwasser im nordwestlichen Merzdorf um bis zu 2 Meter. Wie es an Ihrem Grundstück aussieht, klärt eine Einzelfallprüfung.

Gibt es in Cottbus Radonvorsorgegebiete?

Nein. Das Land Brandenburg hat keine Radonvorsorgegebiete ausgewiesen, weil die Untersuchungen und die Geologie das nicht erfordern. Eine freiwillige Messung ist dennoch möglich.

Was ist eine Bauwerksabdichtung?

Der Begriff umfasst alle Abdichtungen, die ein Gebäude gegen Wasser schützen, also auch Kellerwände und Bodenplatte gegen Feuchte aus dem Erdreich. Für erdberührte Bauteile gilt die DIN 18533.

Mehr für Cottbus und die Nachbarregionen

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